Moni und ich sind heute morgen erstmal in den Bus gestiegen, denn die Rikschas streiken fuer hoehere Fahrgebuehren und dagegen, dass die Rikschas durch Autos ersetzt werden. Naja, Christian und Matthias jedenfalls haben eine halbe Stunde auf eine Rikscha zur Arbeit gewartet und sich daher entschlossen, zu Hause zu bleiben. Da ich nicht sxo 100%tig sicher war, wie man mit dem Bus zum Flughafen kommt, war das ein bisschen aufregend, aber wir haben es gemeistert.
Im Flughafen verlief dann alles reibungslos. Irgendwann sassen wir in unsrer sehr leeren Maschine nach Goa und waren nach dem Start auch schon fast wieder im Landeanflug. In Goa angekommen, empfing uns zunaechst eine warme, schwuele Luft und eine Horde Taxifahrer, die uns alle zum Palolem Beach fahren wollten (soviel zum "Geheimtip" aus dem Lonley Planet). Wir ignorierten diese grosszuegig und stellten uns an die nichtmarkierte Bushaltestelle und warteten ein wenig in bruetender goanischer Sonne auf den Bus nach Margao. Im Stehen an Inder gekuschelt erreichten wir diese Stadt dann auch eine Stunde spaeter. Von dort aus gings gleich weiter in den naechsten Bus nach Chauri oder Chaudi (auf meinem Stadtplan steht beides und die Inder scheinen sich auch nicht so einig zu sein). Das dauerte dann wieder eine gute Stunde. Abgekaempft kletterten wir in den letzten Bus, den nach Palolem. Und etwa 15 Minuten spaeter waren wir dann auch da, empfangen von freundlichen jungen Maennern mit tollen Zimmer, in denen wir naechtigen sollten oder aelteren Maennern, deren Rikscha wir schon fuer den naechsten Tag haetten buchen koennen. Im Ignorieren geuebt liefen wir jedoch zuenaechst zum Strand und suchten uns eine Strandhuette. Wir naechtigen nun in einer Holzhuette, ziemlich direkt am Meer, mit Bett, Dusche und Klo und mehr nicht (fuer mehr ist auch wirklich kein Platz). Das ganze kostet pro Nacht etwa 8 Euro und ist... naja... noch ok. Gespeist haben wir dann mit Meerblick in einem Restaurant neben unsren Huetten. Fuer mich gabs Fisch (Snapper), der ziemlich lecker war und fast so viel wie unsre Huette gekostet hat. Windig ist es hier uebrigens nicht, aber das Meer produziert beeindruckende Wellen, in denen ich sicher nicht schwimmen kann. Mal sehen, ob es morgen ruhiger ist.
Nach dem Futter sind wir noch an den Strandgeschaeften entlang flaniert und es kam einem alles sehr bekannt vor: T-Shirts mit grellgruenen, kiffenden Zwergen, Elefantenholzfiguerchen, Henna-Malereien, Gras-Pfeifen, bunte Batik-Klamotten und der ganze andere Klimbim, den man auch auf deutschen "alternativen" Festen findet. Man kann sich hier sogar die passenden Dread Locks machen lassen und sich einen grossen Backpacker-Rucksack kaufen.
Viel los ist hier uebrigens nicht. Angeblich sind wir die ersten in dieser Saison in unsrer Holzhuette und das Restaurant fuehrt noch keine indische Gerichte, denn es ist erst seit 2 Tagen geoeffnet. Trotzdem habe ich seit mindestens 3 Monaten nicht mehr so viele weisse Menschen gesehen. Es scheint sich dabei meistens um Brite zu handeln. Der Strand ist sehr schoen und sicher schon auf vielen Postkarten verewigt worden. Man muss nur aufpassen, dass man nicht ueber Hunde, Kuehe oder deren Hinterlassenschaften stolpert...