Hier in Indien gibt es schon einige Tiere, die man als Europaer noch nie live zu Gesicht bekommen hat. Dazu zaehlen nicht unbedingt nur
Chamaeleons oder
Elefanten, sondern auch die meist nur aus dem Hollywoodfernsehen bekannten Kakerlaken. Ich habe meine erste Kakerlake auf der Strasse in der Mittagspause gesehen und es war eine von der grossen, schwarzen Sorte. Weit mehr verbreitet sind hier allerdings die etwas kleineren, braeunlicheren. Sie krabbeln auf der Firmentoilette herum, hocken im Pausenraum an den Waenden und in den Schreibtischschubladen brueten sie ihren Nachwuchs aus (besonders gerne, wenn der Vorbesitzer des Schreibtischs dort eine Packung suesse Waffeln vergessen hat).
Eins der Restaurants, die wir zu Anfang ganz gut fanden, besuchen wir nicht mehr. Der Grund dafuer ist, dass dreimal hintereinander Kakerlaken aus dem Brotkorb gekrabbelt kamen. Die Kellner hat das nicht interessiert und auf Nachfrage bekamen wir immerhin einen anderen Tisch (aber kein neues Brot).
Auf der Arbeit hatte die Plage dann aber doch auch etwas Gutes: da eine Kollegin mehrmals Kakerlaken in ihrem Kaffee aus dem Automat im Pausenraum hatte, beschwerte sie sich beim Chef. Nun gibt es nicht mehr den ekligen Kaffee und Tee aus dem Automaten, sondern zweimal am Tag kommt ein Junge mit frischem Tee zu uns ins Buero