Samstag Morgen stiegen wir in einen Bus nach Agra. Eigentlich hätte dieser direkt vor unsrem gewünschten Hotel halten sollen, doch wurden wir schon vorher aus dem Bus geworfen und man erzählte uns, dass der Bus von dort aus nur wieder aus der Stadt rausfahren würde. Wir nahmen also die nächste Rikscha und fuhren selbst zum Hotel... vor dem unser Bus stand. Der Hotelbesitzer klärte uns später auf, dass die Rikschafahrer an den Busfahrer Geld zahlen, damit dieser die Touris schon früher rauswirft. Agra hat also gleich einen ersten schlechten Eindruck bei uns hinterlassen. Das Hotel sah auf den erste Blick auch eher abschreckend aus, aber unser Zimmer war dann doch ziemlich gut und das Duschwasser schön warm

Kalt war es nämlich auch in Agra. Wir stärkten uns kurz und mieteten einen vom Hotelbesitzer empfohlenen Rikschafahrer für den ganzen Tag (4 Euro). Christian und ich wollten dann natürlich zu aller erst zum Taj Mahal und da Stephie am Freitag noch mal in Agra sein würde, wollte sich draußen warten. Während wir jedoch noch in der unglaublich langen Schlange vorm Security-Check standen, kam dann auch Stephie hinzu, denn sie hatte erfahren, dass das Taj Mahal Freitags geschlossen ist. Wir ließen dort übrigens als “Foreigners†750 Rupien (15 Euro) an Eintrittsgeld. Inder zahlen nur etwas weniger als 40 Cent. Da fühlt man sich doch gleich willkommen...
Das Taj Mahal bot sich uns postkartengerecht vor wolkenlosem blauen Himmel dar und nur die Massen an Touris und Inder störte etwas. Nach ausgiebiger Fotosession vor dem Taj, betraten wir es auch, aber der Geruch (Besucher müssen die Schuhe ausziehen) und der Anblick sind zu Recht nicht so berühmt wie das Äußere. Drinnen ist es sehr dunkel und man sieht nur zwei Marmorsärge und Inder, Inder, Inder.
Nach dem Taj wollten wir uns eigentlich noch das Red Fort (das in Delhi ist eine Kopie des Red Fort in Agra) ansehen, aber das hatte schon geschlossen und Vicky, unser Rikschafahrer, erklärte uns, dass es wegen Restaurationen sowieso nur wenig zu sehen gäbe. Vicky fuhr uns dann noch singend (“I like India, you like Germany, I like India...â€, “Don't worry, chicken curryâ€) zum Pizza Hut und wir beendeten den Tag mal wieder mit guter amerikanischer Küche.